Baujournal Quartal 6 Kultur Casino Bern

Das letzte Quartal im 2018 war unter anderem durch umfangreiche Installationsarbeiten von Haustechnik, durch erste Innenausbauten und im speziellen durch den Einbau von bühnentechnischen Anlagen im Grossen Saal geprägt.

Im 1. Untergeschoss sind die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärleitungen komplett installiert worden. Im Kellergewölbe, wo sich die Damentoiletten befinden, wie auch in den übrigen WC-Anlagen, wurden alle Vorwandinstallationen zur späteren Verkleidung und zur Befestigung der Sanitärapparate montiert.

Im selben Geschoss wurden in der zukünftigen Produktionsküche die Kühlzellen und Raumabschlüsse in Metall, die später verglast werden, eingebaut und konnten vor der Montage der Lüftungsdecke und der Gastrogeräte bereits die Wandplatten verlegt werden.

Währenddem im Erdgeschoss die Ergänzung und Wiederherstellung der historischen Stuckgipsdecken begonnen hat, wurden im 1. Obergeschoss zusätzliche Öffnungen in der Decke des Grossen Saals geschaffen. Diese dienen verschiedenen bühnentechnischen Installationen, die ein zeitgemässer Kulturbetrieb erfordert. So werden ergänzende Deckenstrahler das Licht auf der Bühne wesentlich verbessern und können neu an zahlreichen Aufhängepunkten Riggings für Akustikvorhänge, Mikrofone oder Showlicht befestigt werden.

Auf der Ebene des Parketts wurden mit einer speziellen Vorrichtung die einzelnen Bühnenpodien an Schienen über die südliche Terrasse und das angrenzende Foyer an Ort und Stelle gebracht. Die Elemente werden zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Belag und Blenden in Eichenholz versehen und bilden zusammen die neue, um gut 40 m2 auf 180 m2 vergrösserte Bühne.

Der im 2. Obergeschoss an den Grossen Saal angrenzende Salon Rose bildet eine Art Insel auf der Grossbaustelle. Er war bisher noch von keinen Eingriffen betroffen und wird sein gewohntes Erscheinungsbild auch nach der Sanierung im grossen Ganzen beibehalten. Zur Zeit dient er noch für die wöchentlichen Generalplanersitzungen mit den Fachplanern oder wird als Raum für Bemusterungen, etwa der Restaurantmöblierung, genutzt.

Das Dach über dem Osttrakt wurde instand gesetzt sowie mit einem Unterdach und einer Dämmung mit Dampfbremse versehen. Auf diese wird nun der Innenausbau der Register- und Einzelübungsräume des Symphonieorchesters mit entsprechender Wand- und Deckenverkleidung erfolgen.

Im Westtrakt wurde das Dach ebenfalls isoliert, der Aufbau ist dort aber anders, sodass die ursprüngliche Holzverkleidung sichtbar bleibt und die einzigartige Stimmung dieses eindrücklichen Raumes erhalten werden kann. Das Installationsgeschoss darunter, welches in erster Linie der Lüftungsverteilung dient, ist bis auf den hintersten Winkel mit Haustechnik gefüllt und wird als nächstes mit einem Boden verschlossen. Darauf werden die Büroräumlichkeiten der Verwaltung zu liegen kommen.

Weniger

Mehr