Baujournal Quartal 3 Kultur Casino Bern

Januar, Februar, März 2018

Auch das dritte Bauquartal war durch Rohbau- und letzte Abbrucharbeiten geprägt. Es erfolgten aber auch erste Einbauten von haustechnischen Installationen und insbesondere die Fertigstellung der den Dachstuhl verstärkenden Stahlkonstruktion im Mitteltrakt.
Von weit her sichtbar ist nun das Aussengerüst, das zuerst am Casinoplatz, dann auf der Ostseite des Gebäudes gestellt wurde. Die Gerüste dienen zur Sanierung der Dächer der beiden Seitentrakte.

Im 1. Untergeschoss, über welches ein Grossteil der Erschliessung des Gebäudes mit Haustechnikleitungen verläuft, wurden sämtliche Kanalisationsrohre verlegt und auch Bodenkanäle für Lüftungsleitungen ausgebildet. Diese gewährleisten insbesondere die Be- und Entlüftung der Gastronomiebereiche mit den dazugehörigen Produktions- und Fertigungsküchen im Keller- und Erdgeschoss.

Dort wurden im Restaurant im Sinne der Rekonstruktion die mittigen Säulenpaare, prägnantes Element des grosszügigen Gastraumes, wieder als Betonstützen ausgebildet.

Im 1. Obergeschoss wurden alle Parkettböden abgebrochen. Die darunterliegende Hochofenschlacke war durch Schwermetalle kontaminiert und musste deshalb abgesaugt und gesondert entsorgt werden. Mit dem Aufbau der neuen Böden wird das ursprüngliche Verlegemuster des Parketts wiederhergestellt und soll eine verbesserte Schalldämmung zum Erdgeschoss erreicht werden.

Weiter wurden im Grossen Saal in den Galerien die Bestuhlung sowie die Podesterie aus den 1960er- Jahren abgebrochen, womit die Abstufung aus der Bauzeit freigelegt werden konnte. Darauf sollen, um die Sichtverhältnisse für das Publikum zu verbessern, steilere Ränge eingebaut werden.


Der Boden sowie die Decke der südlichen Nische im Burgerratssaal, welche beim Bühneneinbau um 1972 neu erstellt worden sind, wurden nach deren Abbruch an optimierter Lage wieder eingezogen, damit sie dereinst eine neue Bühne beziehungsweise die zusätzliche Toilettenanlage im 2. Obergeschoss aufnehmen können.

Im Hauptdach wurde die Verstärkung der Doppelbinderachsen durch eine parallele Stahlkonstruktion fertiggestellt. Indem die Stahljoche direkt auf den seitlichen Mauern in Beton aufliegen, entlasten sie den historischen Dachstuhl und tragen die zahlreichen Lüftungsaggregate, die im Dachraum zu liegen kommen.

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