Baujournal Quartal 8 Kultur Casino Bern

In diesem Quartal wurden in erster Linie Bodenbeläge, Wandverkleidungen und Decken erstellt und konnte der eigentliche Innenausbau begonnen werden. Insbesondere im Restaurant und in der Verwaltung entsteht dadurch ein erster Eindruck der fertiggestellten Räumlichkeiten. Für das künftige Publikum nicht sichtbar, aber äusserst umfangreich sind alle elektro- und bühnentechnischen Anlagen, welche in dieser Phase verbaut wurden.

Im Restaurant und im angrenzenden Salon d’Or wurden die Terrazzoböden gegossen und geschliffen, sodass darauf der Einbau der verschiedenen Innenausstattungen wie die zentrale Bistro-Bar oder die Showküche begonnen werden konnte.

Von den unzähligen Innentüren sind einige aus der Bauzeit erhalten, welche nun sorgfältig restauriert werden, damit die originale Materialität wieder zur Geltung kommen kann. Bei den grossen Portalen des Vestibüls beispielsweise wurden die neuzeitlichen Spiegel entfernt, um sie in einem weiteren Schritt durch transparente Gläser zu ersetzen. Dadurch wird die ursprünglich gewollte Durchsicht in die angrenzenden Eingangshallen bis in den Aussenraum wieder erlebbar und dringt zusätzliches Tageslicht in die bis vor kurzem noch düstere Garderobenhalle.

Die über die Jahrzehnte entstandene kleinräumliche Unterteilung des einstigen Übungssaals hinter dem Grossen Saal konnte durch die Sanierung rückgängig gemacht werden. Indem die neuen Nasszellen der hier vorgesehenen Dirigenten- und Solistenzimmer nicht bis an die Decke reichen, bleibt der grosszügige Raum mit seinen wiederhergestellten originalen Stuckdecken in seinen ursprünglichen Dimensionen wahrnehmbar. Die Leichtbaukonstruktionen wurden bereits erstellt, sodass sie anschliessend verkleidet sowie ausgebaut werden können.

In aufwendigen und zeitintensiven Arbeitsvorgängen wurden die alten Oberflächen der Eingangshallen und des Vestibüls sowie der Treppenhäuser wieder zum Vorschein gebracht. Unter verschiedenen Farbschichten waren dort kunstvolle in Savonnièresputz hergestellte Quadrierungen verborgen. Diese Materialität imitiert Wände aus Naturstein, wie sie in Frankreich anzutreffen sind und welche dem Gebäude wieder seine ursprüngliche Eleganz verleihen werden.

Der Gästelift im Treppenhaus West ist der repräsentativste der insgesamt sieben Aufzüge, über welche das Gebäude nach der Sanierung verfügen wird. Er ersetzt einen Lift aus den 50er-Jahren und wird neu nebst dem Untergeschoss auch die Verwaltung in den Dachgeschossen erschliessen. Die grossflächigen Verglasungen, welche eine maximale Transparenz und Leichtigkeit ermöglichen, konnten eingesetzt und die Kabine in Betrieb gesetzt werden.

Eine um den Lift geschwungene Stahltreppe verbindet das Bürogeschoss der Verwaltung mit den Sitzungszimmern auf der darüberliegenden Ebene. Im Gegensatz zum bestehenden hölzernen Dachstuhl sind die neuen Einbauten vorwiegend aus Stahl gefertigt. Die umfangreichen Metallbauarbeiten konnten in diesem Quartal begonnen und zum grössten Teil abgeschlossen werden. Bereits ersichtlich ist der warme und helle Farbton, im welchem das Holzwerk gehalten wird.

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