Baujournal Quartal 5 Kultur Casino Bern

Im fünften Quartal, zur der Hälfte der Bauzeit also, wurden die letzten Baumeisterarbeiten getätigt und in erster Linie weitere haustechnische Grundleitungen verlegt sowie Unterlagsböden in den Hauptgeschossen eingebaut. Als grössere Bauetappen wurden der Rohbau der Anlieferung im Untergeschoss fertiggestellt und die Sanierung des Dachs des Osttrakts in Angriff genommen.

Mit der über der Anlieferung eingezogenen Betondecke wurde die Hofsituation auf der Ostseite des Gebäudes in ihren Grundzügen wiederhergestellt. Neu sichtbar ist nun auch der Überbau des Aufzugs, über welchen in Zukunft die gesamte Anlieferung abgewickelt wird. Sowohl der Boden wie der Liftschacht werden noch einen Belag respektive eine Verkleidung erhalten.

Im 1. Untergeschoss gleich darunter lässt sich bereits der grosszügige Raum der Anlieferung im Rohbau erahnen. Von hier aus werden künftig alle Lieferungen je nach dem über den südlichen Lift für den Gastrobetrieb oder über den nördlichen Aufzug für den Kulturbetrieb weiter in die entsprechenden Bereiche und Geschosse des Hauses verteilt.

Als eines der zentralen Elemente des Projekts trägt die Verlängerung des westlichen Treppenhauses ebenfalls massgeblich zur Entflechtung der Nutzungen bei. Mit der Ergänzung des Treppenlaufs und durch das Weiterführen des Aufzugs werden die neuen Toilettenanlagen im 1. Untergeschoss direkt von der Eingangshalle her für das Publikum erschlossen. Bereits ist die geschwungene Treppe analog der bestehenden Treppenanlagen in Beton ausgebildet, damit sie später mit Natursteinplatten verkleidet werden kann.

Im Erdgeschoss wurden sämtliche bestehende Durchdringungen im historischen Stahlbetonboden, welcher zwischen den statischen Rippen nur knapp 5cm stark ist, geschlossen und der Unterlagsboden eingebaut. Als Endbelag wird darauf in einem weiteren Schritt der Terrazzoboden vergossen. Dort, wo im Restaurant Zuleitungen für die Gastroanlagen der Bistro-Bar oder der Getränkebar benötigt werden, wurden die entsprechenden Aussparungen gebohrt.

In den oberen Geschossen, wo die Böden vorwiegend mit Parkett belegt sind, wurde als Ersatz für die kontaminierte Hochofenschlacke eine Quarzsandschüttung eingebracht. Das Balkenlager, das als Grundlage für die zur Zeit sichtbaren Filz- und Trägerplatten und das noch zu verlegende Eichenparkett dient, ist gegenüber dem Betonboden entkoppelt. Der gesamte Bodenaufbau muss hohen akustischen Anforderungen Rechnung tragen, denn besonders vom Erdgeschoss mit dem Restaurantbetrieb zu den Konzertsälen im 1. Obergeschoss ist eine effektive Schalltrennung von höchster Wichtigkeit.

Nach der Instandsetzung und Dämmung des Daches auf der Westseite wurden nun erste entsprechende Massnahmen im Osttrakt umgesetzt. Auch über den dort untergebrachen Räumlichkeiten des Backstagebereichs wird das Dach saniert und sind zahleiche statische Massnahmen am Dachstuhl und den Holzböden notwendig. So wird unter anderem ein instabiler Zwischenboden komplett ersetzt und an neuer Lage eingebaut, was auch eine dank einer optimierten Erschliessung durch die Aufzüge effizientere Nutzung ermöglicht.

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